2010 führt die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft erstmals einen Expertenkurs See/Fluss durch. Hier kommen nur Teilnehmer zum Zug, die Erfahrung auf diesem Gebiet vorweisen können. Meine Anmeldung wurde ohne Probleme angenommen; ich fühlte mich geschmeichelt. Es gilt nun vorgängig Aufgaben zu lösen; jeder Teilnehmer erhielt ein Thema. Die Liste liest sich interessant: Tauchen im See, Hypothermie, Bergen usw… Freudig und gespannt suchte ich mein Thema. Ich fand es. Jetzt frage ich mich, wie ernst mich die SLRG wirklich nimmt: Wasserspiele im See…
Schule. Du wirst geliebt und gehasst; die Kinder loben dich in den Himmel, ein paar Minuten verwünschen sie dich in die Hölle; ist normaler Schulalltag. Ich gebe auf beides nicht allzu viel: Charme, Wut, Trübsinn, Lachen, Lob… sind zu oft Instrumente der Taktik.
EIN Kompliment allerdings berührte mich kürzlich tief: Schüler, unakzeptables Verhalten, heftige Diskussion, hohe Emotionen. Nach der Festlegung einer Stunde Strafarbeit beim Hauswart meinte er: “Wissen Sie, Herr Chlotz, Sie sind für mich troztdem der beste Lehrer” It sounds good!
Schule. Nicht ganz einfach als Lehrkraft bei den Jugendlichen Anerkennung zu erhalten. Erst kürzlich schenkte man mir dies aber in höchstem Masse! Allerdings, nicht etwa wegen Wissen, Scharfsinn, Weisheit, Können oder gar Persönlichkeit gebührte man mir redlichen Respekt; Nein! Die simple Tatsache dass ich vor meinem einzigen Marathon den ich vor Jahren gewann, am Abend vorher einen Kebab ass, brachte mir höchste Anerkennung bei den Jungs aus den Balkan-Reihen ein!
2007 erhielt ich beim Bieler 100km die Startnummer 50 . Ohne eine Vorleistung an diesem Wettkampf aufgewiesen zu haben, war mir diese tiefe Nummer etwas peinlich. Meine Aufgabe führte 2008 zur 783, meine erneute Aufgabe 2009 zur 676. Diese zwei hohen Nummern entsprachen meiner Leistung, doch irgendwie nicht meinem Potential. Letztes Jahr lief ich auf Rang 49; dieses Jahr starte ich somit mit der 53. Langsam finden Leistung, Potential und die Zahlen zusammen!
… und wer jetzt denkt, dass ich eine Statistik über meine Starnummern führe, Fehlanzeige! Diesen Blog habe ich mit Hilfe von Datasport geschrieben. Die einzigen Startnummern, die mir im Gedächtnis bleiben, sind die vom GP-Bern, wenn ich im vorigen Jahr gut gelaufen bin…. keine Zahl, sondern nur 5 Buchstaben: KLOTZ
Von Genf über Frankreich nach Biel. 4 Etappen, zwischen 25 bis 65km. Wir treffen bei einer Übernachtung auf eine andere Läufergruppe, organisert mit Support-Auto, Gepäcktransport, Streckenplanung usw. Sie laden uns ein für ein gemeinsames Einwärmen am Folgetag. Einwärmen? Wir mussten ablehnen, denn:
Du weisst nie, wie lange eine Etappe am the red trip sein wird, aus 2h können 5h werden…. und du bist noch nicht mal in der Hälfte! Du willst Einkaufen und triffst nur auf geschlossene Geschäfte und Restaurants! Einwärmen? Reine Energieverschwendung. the red trip will jede Kalorie von dir!
Erste Fotos hier. Weitere folgen noch.