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Matthias Klotz

Blog: Ich mit mir.

Rrring Rrring … « Guten Tag Herr Chlotz, gratuliere Ihnen noch zum Erfolg, habe Ihr Bild von den 100km aus der Zeitung ausgeschnitten und aufgehängt. Ich habe eine lukrative Geschäftsidee für Sie; mehr möchte ich am Telefon nicht sagen, haben Sie mal eine halbe Stunde? »
Wenn Kinder und Jugendliche mein Bild aufhängen und Monate da bleibt, dann freut das tief. Wenn ein Erwachsener mein Bild an die Wand klebt und mich über seine Identifikation mit mir begrüsst, dann kann ich auch gleich selber mit mir Geschäfte machen. Ich bleibe höflich, hänge auf; hoffe, er hängt mich ab.

Blog: Das tut weh!

Seminar, Januar 2016 für die Bieler Lauftage: « Ab welchem Kilometer nimmst du Schmerzmittel? » Ich staunte der Frage, der Frager staunte der Antwort.

März, Wade, Muskelfaserriss: Schlimm der Schmerz, Laufen unmöglich. Heilung dank dem feinen Instrumentarium der Osteopathin Alexandra Azer (Biel) und nachfolgend den gezielten Übungen des Physiotherapeuten Gregor Christen (Espace 8, Biel); drei Monate später Rang 9 am Bieler 100km: keine Schmerzmittel. Allerdings, vor rund 15 Jahren: verblüffend wie mir mein Hausarzt (Dr. Christoph Käch, Biel) die heilende Wirkung von Kortison aufzeigte, wie dieser Wirkstoff die schmerzende Entzündung eines Schleimbeutels völlig ausheilte. Für Heilung: ja. Für zum Schneller werden: nein.
Herrlich die Aussage von Ramon Casanovas (Gewinner Irontrail 2015). « Viel besser, du spürst deine Beine schon etwas beim Start, die Schmerzen weisen dir dein Potential auf, du gehst nicht zu schnell rein. » Andreas Frey Sang (1. Finish am Ironman in Zürich 2016) mental souverän « …ich akzeptiere, dass mein Knie mein Limit im Wettkampf darstellt. Auch wenn die Muskeln und der Kreislauf mehr könnten; sobald ich das Knie spüre, nehme ich Tempo zurück, diesen Schmerz will ich nicht unterdrücken. » Daniel Perucchi bringt es auf den Punkt (1. Finish K 42 in Davos 2016). « Meine Quetschung am Knöchel ist gut verheilt, doch die Restschmerzen sind für mich exakt das Signal wie weit ich gehen kann; dieses Signal will ich nicht unterdrücken, durch dieses Signal erkenne ich erst meine Möglichkeiten. » Eine Kollegin aus der Welt der Musik, die mittels Schmerztherapie zur Musik fand, meint gar, « …eigentlich treiben mich meine Schmerzen zur Übung und zu musikalischen Höhenflügen; nehme ich mir die Schmerzen, nehme ich mir den Antrieb. » Schmerz in diesem Fall als Bestandteil von Gesundheit und nicht als dessen Gegenteil.

Seminar, Juli 2016, für den Swissalpine Davos: « In welchem Rhythmus nimmst du Schmerzmittel? » Der Lauf dann in gleicher Woche mit Rang 13 tat gut. Die Frage aber, DIE tat einmal mehr weh.

Blog: K78, The worst is done

Unterwegs nach Davos, Swissalpine. Es erwarten mich am Montag die Leitung « Streckenführung S42″ über die Pässe Scaletta und Sertig: Sturm hatten wir auch schon. Am Dienstag drei Gruppen, die auf dem Jakobshorn trainiert werden wollen: Mit Schnee muss man rechnen. Am Mittwoch zwei Seminare, ich werde gefordert sein: noch mehr aber die Englisch sprechenden Zuhörer. Ende Woche dann der K78: der Lauf lang, Höhenmeter viel.
Das Schlimmste aber ist gemacht: Heute morgen, vom dritten Stock, runtertragen die Tasche gross und schwer; das wird keine Kälte, kein Sturm, kein Wettkampf überbieten können. Und das Beste, hochtragen muss ich sie dieses Jahr nämlich nicht mehr: Mein Name steht in der Waschliste, die Waschkarte ist dabei und die Waschmaschine steht, ganz richtig, im Keller ;-)

Blog: 100km, neue Perspektiven

Die 100km von Biel waren auch 2016 eindrücklich: die regnerische Nacht, die Taktik bis Lyss den Lauf schnell anzugehen, die Betreuung, die Ruhe in der Nacht, die Stimmung in den Dörfern, Hoch und Tiefs, die Organisation, die 8h05, der Rang 9, der morgendliche Einlauf in Biel.
Wie jedes Jahr besprechen wir, Reto der Betreuer und ich, den Lauf; bei feinem Essen. Dieses Jahr haben wir die Runde vergrössert; haben ein paar Konkurrenten miteingeladen: Freue mich auf neue Perspektiven.

Blog: Machs guet!

« Machs guet! »… « Sind Sie bereit? »… « Bisch zwäg? » … « en forme? » … tönt es auf der Gasse, ruft es vom Velo, heisst es von Fremd und Freund. Für was oder wann wird nicht erwähnt. Ist richtig so; ich weiss Bescheid. 100 x Danke an euch Alle.

develop.r